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Männer Regionalliga Nordost

FC Viktoria 1889 Berlin vs. ZFC Meuselwitz
2 : 2

Aufstellung
Aufstellung
Kisiel, Franke (54.Bildirici), Schulz D., Schünemann, Ergirdi, Kargbo, Reher, Gunte, Hasse (46.Yilmaz), Benyamina (86.Schulz K.), Riedel

Braunsdorf, Lubsch, Müller (74.Mogge), Weinert, Trübenbach, Albert, Horoszkiewicz, Le Beau, Stenzel, Krahl (84.Haag), Brinkmann (65.Mäder)
Auswechselbank
Auswechselbank
Kühn, Skoda, Bildirici, Schulz K., Yilmaz, Basaran

Pachulski, Aydeniz A., Bürger, Mäder, Haag, Mogge, Aydeniz B.
Torschützen
Torschützen
1:1 (67.) Schünemann
2:1 (71.) Benyamina

0:1 (27.) Brinkmann
2:2 (90.) Horoszkiewicz
Zuschauer
378
Schiedsrichter / Assistenten
Lars Albert, Johannes Schipke, Dirk Meißner



Bericht Frieder Wittmann
Verdienter Punktgewinn

Nicht nur, dass die Zipsendorfer im Ernst-Reuter-Sportfeld, dem Viktoria-Ausweichplatz, vor 378 Zuschauern noch ein 2:2 mit dem Schlusspfiff gegen Viktoria Berlin erreichten, sondern der ZFC wies nach, welches Potential in diesem Team steckt. Nach einer internen Aussprache der Mannschaft war in Berlin deutlich zu sehen, in welche Richtung es beim ZFC gehen soll und kann. ZFC-Trainer Heiko Weber hatte nicht nur viel Glück mit seinen Einwechslungen von drei jungen Spielern nach einem Rückstand, sondern er zeigte auch Mut mit seiner gelungenen taktischen Umstellung. Der Neuverpflichtung vom Vortag, Jon Mogge, vorher Nordhausen II und in der Vorsaison mit 25 Toren bester Schütze in der Thüringenliga, wäre nur drei Minuten bei seinem ersten Ballkontakt nach seiner Einwechslung fast ein Traumstart beim ZFC gelungen, aber Viktoria-Hüter Kisiel verhinderte den 2:2-Ausgleich. Den besorgte dann G. Horoszkiewicz in der Schlusssekunde für das nie aufsteckende ZFC-Team. Traditionell waren die Partien gegen den Vorjahresvierten schon immer sehr stark umkämpft und dramatisch, denn schon beim letzten Vergleich fiel deren Siegtreffer durch Reher auch erst in der letzten Spielminute.

Von Beginn an entwickelte sich eine sehr unterhaltsame Partie. Schulz köpfte auf das Tornetz (4.) und R. Weinert drückte den Ball an das Außennetz (9.). Torhüter Kisiel klärte beim Rauslaufen knapp vor R. Weinert (13.) und der Viktoria-Spiellenker Ergirdi köpfte über den ZFC-Balken (14.) oder scheiterte bei seinem Nachschuss an S.Braunsdorf (21.). Viktoria kam wie auch der ZFC immer besser in die Partie, zeigte aber Vorteile im Passspiel und der ZFC trat ebenfalls sehr engagiert in Erscheinung. Nachdem beiderseits einige Chancen nicht ausgespielt werden konnten, glänzte der an diesem Tag auffällig aktive A. Trübenbach mit einem langen Super-Solo und nach Albert-Eingabe erzielte Y. Brinkmann per Kopfball dann die Gästeführung (26.). Nach einer weiteren Vorarbeit von S. Albert hätte er sogar wieder mit einem Kopfball erhöhen können, aber Kisiel verhinderte dies mit einer Glanzparade (33.). Nach einem der schönen Viktoria-Angriffe setzte Ergirdi die Kugel an den Querbalken (36.), obwohl der ZFC lauffreudig den Gegner oft vor dem eigenen Strafraum stellen konnte oder die Berliner den einen oder anderen Angriff nicht entschlossen genug bis zu Ende spielten. Dann versuchte A. Trübenbach mit einem listigen 50-Meter-Schuss den etwas sehr aufgerückten Viktoria-Keeper zu überlisten, aber der Ball strich am linken Pfosten vorbei (43.). Auf der Gegenseite rettete S. Braunsdorf die Gästeführung in die Halbzeitpause, weil er mit überragender Reaktion den Kopfball von Kargbo aus zwei Meter Entfernung noch von der Torlinie holte (45.). F. Lubsch forderte zu Beginn der 2.Halbzeit mit fulminanten Schrägschuss die Fähigkeiten von Kisiel (46.). Gegen den einsatzstarken ZFC ging nun der Gastgeber körperlich präsenter zur Sache. Doch zunächst verzeichnete der ZFC die besseren Tormöglichkeiten. F.Lubsch schickte  A.Trübenbach steil, aber Kisiel klärte noch vor dem 16er (56.) und Y. Brinkmann, in bester Abschlussposition,  schlug über den Ball bei einer Krahl-Vorlage (58.). Eine weitere Viktoria-Einwechslung sollte dann die Mängel im Abschluss bei Viktoria beseitigen, obwohl sie in dieser Spielphase den Druck auf den Gegner schon ständig erhöht hatten. P.Le Beau köpfte zwar eine Eingabe weit aus dem eigenen Strafraum, aber Schünemann erzielte aus 25 Meter den überraschenden Ausgleich per Direktabnahme, wobei S. Braunsdorf die Sicht etwas verdeckt war (66.). Als der Druck der Gastgeber weiter anhielt, drehten sie das Spiel und durch Benyamina gelang aus kurzer Distanz nur wenig später die 2:1-Führung (71.). Dies stachelte den ZFC erneut an und die Ostthüringer zeigten, was wirklich in ihnen steckt und so strauchelten sie bis zum Abpfiff nicht mehr. Konterartige Vorstöße erzeugten teils höchste Torgefahr – nach bestem Steilpass scheiterte aber der tatendurstige J. Mogge, unmittelbar davor eingewechselt, aus 15 Meter, da Kisiel seinen Knaller noch über das Tor lenken konnte (76.). Er hatte auch in der 83. Minute noch die Chance, die Kugel aus Nahdistanz über die Torlinie zu bugsieren, aber wieder gelang es Kisiel, den Ball noch zu sichern. Während Viktoria nur noch selten effektive Gegenstöße zu Werke brachte, wurde ein Foul an F. Lubsch noch innerhalb des 16ers übersehen. In der Nachspielzeit wurde der Einsatz des ZFC sogar noch belohnt, als dann G. Horoszkiewicz einen guten Albert-Freistoß per Kopf an den rechten Innenpfosten setzte, gelang es ihm sogar noch in der Schlusssekunde den zurückspringenden Ball ins Viktoria-Tor zu schießen (90+3.). Der Schiedsrichter Lars Albert (Muldenhammer) beendete unmittelbar darauf diese intensive, abwechslungsreiche Begegnung, in der der ZFC die richtigen Lehren aus dem Spiel in Neugersdorf gezogen hatte und erntete so die Früchte für einen starken Endspurt.

Trainerstimmen:
Thomas Herbst, Viktoria „Die 1.Halbzeit waren wir zu unentschlossen und zu zögerlich, zu fahrig im Abschluss. Eine Führung hätte uns mehr Ruhe gebracht. Die erfahrenen Spieler haben zu viele Bälle verloren. Nach der ZFC-Führung haben wir viel investiert und das Spiel noch gedreht. Der Ausgleich im letzten Moment war bitter für uns. Aus dieser Partie müssen wir einige Lehren ziehen."
Heiko Weber, ZFC „Die Zuschauer sahen ein faires, gutes Spiel. Wir sind froh über den späten Ausgleich. Die Viktoria-Offensive war sehr stark, aber deren Ausgleich zum 1:1 war etwas glücklich. Wir konnten mit den drei jungen eingewechselten Spielern das verdiente Unentschieden noch erzwingen."
 



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