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Männer Regionalliga Nordost

FSV Wacker 90 Nordhausen vs. ZFC Meuselwitz
2 : 0

Aufstellung
Aufstellung
Berbig, Schulze, Chaftar, Propheter, Kauffmann (53.Ucar), Medjedovic (86.Hägler), Mickels (68.Fluß), Genausch, Peßolat, Pichinot, Lela

Pachulski, Müller (76.Aydeniz), Urban, Bürger, Weinert (79.Weiß), Trübenbach, Albert, Le Beau, Stenzel, Rudolph (4.Haag), Krahl
Auswechselbank
Auswechselbank
Aulig, Esdorf, Buval, Azemi, Fluß, Ucar, Hägler

Kroner, Haag, Aydeniz, Weiß
Torschützen
Torschützen
1:0 (28.) Medjedovic
2:0 (53.) Genausch


Zuschauer
592
Schiedsrichter / Assistenten
Felix Burghardt, Daniel Köppen, Stefan Lüth



Bericht Frieder Wittmann
Nordhausen lässt nichts anbrennen

Mit einem 2:0-Heimsieg gegen den ZFC vor den 292 Zuschauern sicherte sich zum Saisonabschluss 2017/18 Wacker Nordhausen erstmals die Vizemeisterschaft in der RL Nordost. Die ZFC konnte am Spieljahresende seine Zielstellung, Platz 5-8, zwar nicht erreichen, aber kam auf den ehrenhaften 10.Rang. Die Zipsendorfer erreichten so nicht mehr ihr punktemäßig bestes Endresultat in der nun 9-jährigen RL-Zugehörigkeit, da zu der langanhaltenden, ungünstigen personellen Situation noch einige unglückliche Entscheidungen der Schiedsrichter neben einem Leistungsabfall nach der sehr guten ersten Halbserie hinzukamen. Das eigentlich reale einstellige Saisonziel lag jedoch im Bereich des Machbaren.

Bei den Nordhäusern war vom Anpfiff an sehr deutlich zu erkennen, dass sie mit aller Macht ihre gute Saisonleistung mit dem Vizetitel, nach dem souveränen Titelträger Energie Cottbus, krönen wollten. Der ZFC wollte aber auch nicht kampflos aus dieser Partie gehen, wenn auch einige Faktoren, weiter personeller Engpass und eine sehr große Anzahl verletzter Spieler, es dem Weber-Team schwer machten. Schon zu Spielbeginn sollte es noch ungünstiger kommen und in den letzten zwanzig Spielminuten mussten der ZFC im Thüringenderby sogar mit nur zehn Aktiven auskommen. Nach dem ersten Zweikampf in der Partie musste die Mittelfeldstütze des ZFC M. Rudolph wegen einer Gehirnerschütterung vom Feld gehen (2.). A. Trübenbach wurde unmittelbar danach von Kauffmann in der Nähe der Mittellinie brutal von den Beinen geholt (3.). Referee Felix Burghardt (Premnitz) zückte erstaunlicherweise nur die Gelbe Karte und die Befürchtungen der meisten Wacker-Zuschauer traten nicht ein – hierbei hatte der Unparteiische nicht die Courage zu einer gerechtfertigten Strafe, wie er es später dann am sehr zeitig eingewechselten Y. Haag (3.) bei dessen Foul an Chaftar korrekterweise vollzog (71.). Die entschlossenen und immer alles in die Waagschale legenden Vorharzer erspielten sich gegen den ZFC, der wieder einmal zeitig seine taktische Formation umstellen musste, zunehmend Vorteile. Bei Abschlüssen von Mickels (7., 12.), der insgesamt sehr auffällig spielte, konnte sich wieder Keeper T. Pachulski auszeichnen und auch Peßolat (16., 20.) gelang es nicht, ihn zu bezwingen. Der ZFC versuchte sich mit guten Ballpassagen im Angriff, jedoch waren dann die Abschlüsse von Y. Haag (16., 29.) nicht kraftvoll genug. Obwohl die Gästeabwehr gut stand, die drangvollen Wacker-Angriffe sie ständig beschäftigten, war es wieder einmal ein inkonsequentes Stören vor dem ZFC-Strafraum, das zum Gegentor führte. Nach Peßolat-Flanke konnte Wackers Medjedovic präzise zum 1:0 einköpfen (27.). Der ZFC konnte danach kaum echte Torgefahr nachweisen, während nun Keeper T. Pachulski  nochmals gegen einen guten Kopfball des Torschützeneine eine Glanztat bot (34.) oder P.Le Beau Genausch beim Abschluss aus Nahdistanz noch entscheidend störte (35.). Mickels schlug das Leder unkonzentriert am linken Pfosten vorbei (36.) oder zielte viel zu genau auf T. Pachulski (43.). Zuvor war ein Versuch von Y. Haag aus 25 Metern nicht druckvoll genug (40.) und F. Müller hatte mit zwei Kopfbällen kein Glück (43., 44.), wobei ein Versuch knapp neben den linken Pfosten strich oder auf der Linie gerettet wurde. Auch A. Trübenbach blieb kurz vor dem Pausenpfiff der Ausgleich verwehrt, da ein Wacker-Spieler dessen Ball noch auf den Körper bekam (44.).
Auch in der 2.Halbzeit waren die Gastgeber im Vorteil und bestimmten überwiegend diese Partie. Zunächst hatte ein Peßolat-Versuch zu wenig Schusskraft (48.) und bei einem ZFC-Konter über L. Bürger tat es ihm Y. Haag gleich (49.). Wegen einiger Schwächen des ZFC im Angriff und im Spielaufbau kam es erneut zu wirkungsvolleren Vorstößen der Nordhäuser. So stand Genausch nach Mickels-Ecke genau richtig und erhöhte mit der Innenseite auf 2:0 (53.). Auch wenn die Zipsendorfer sich nun noch nicht geschlagen geben wollten, war deren Widerstand gebrochen. F. Stenzel legte von der Torauslinie gut auf, aber Y. Haag brachte den Ball wieder nicht ins Wacker-Tor (55.) und L. Bürger traf mit seinem Schuss nur links am Berbig-Tor vorbei (64.). Dazwischen verstolperte Medjedovic das sichere 3:0 (59.), D. Urban klärte entscheidend gegen den gut aufgelegten Peßolat (62.) und Mickels hatte mit Kopfball kein Glück (64.). Dann war mit der Roten Karte gegen Y. Haag (71.) nach Foul an Chaftar das Spiel endgültig entschieden. Zwar konnte sich Keeper T. Pachulski nochmals bei einem 25-Meter-Freistoß von Chaftar auszeichnen (75.), nach gutem Spielzug verzog Pichinot kläglich (81.) - am Resultat aber änderte sich nichts mehr. Nach dem 15.Heimsieg von Nordhausen und dem damit gelungenen RL-Vizemeister-Titel konnte jetzt im Vorharz berechtigt gefeiert werden. Auch wenn für den ZFC diese 0:2-Niederlage zum Saisonabschlussspiel nicht so positiv ist, bleibt der erreichte 10.Platz mit 43 Punkten und dem ausgeglichenen Torverhältnis von 44:44 Treffern in dieser Saison für die Ostthüringer ein gutes Gesamtergebnis.

Trainerstimmen:
Volkan Uluc, Nordhausen „Wir wollten einen versöhnlichen Abschluss der Saison und haben die 1.Halbzeit sehr gut kontrolliert, auch wenn die Verwertung der Chancen ausbaufähig ist. Das 2.Tor tat uns gut. Wir freuen uns mit solider Basis auf die neue Saison 2018/19."
Heiko Weber, ZFC „Wacker hat heute einen überlegenen Heimsieg eingespielt und sich verdient mit der Vizemeisterschaft belohnt. Wir waren heute hier überfordert und Wacker in allen Belangen unterlegen, da wir in den letzten Spielen zu viel Kraft lassen mussten. Wir konnten hier nicht locker genug aufspielen. Insgesamt bin ich mit der Saisonleistung meiner Spieler zufrieden und mit neuer Energie geht es dann in die nächste Saison."
          



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