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Männer Regionalliga Nordost

ZFC Meuselwitz vs. FSV Optik Rathenow
4 : 0

Aufstellung
Aufstellung
Pachulski, Ernst, Bürger, Weinert (70. Giannitsanis), Trübenbach, Yajima (78. Hajrulla), Raithel, Albert, Le Beau, Stenzel, Rudolph (83. Watahiki)

Rogall, Bilbija, Ortiz (64. Hellwig), Langner, Top (64. Printemps), Watanabe, Leroy, Weber, Baudis, Özcin (71. Akcakaya), Wilcke
Auswechselbank
Auswechselbank
Kroner, Beiersdorf, Hajrulla, Watahiki, Grzega, Giannitsanis, Andreopoulos

Subke, Hellwig, Printemps, Schack, Gül, Akcakaya
Torschützen
Torschützen
1:0 (53.) Rudolph
2:0 (63.) Stenzel
3:0 (72.) Yajima
4:0 (82.) Giannitsanis


Zuschauer
538
Schiedsrichter / Assistenten
Alexander Sather / Benjamin Seidl, Frank Hildebrandt

Foto's

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Foto's: Katrin Tretbar


Bericht Frieder Wittmann
ZFC ballert Rathenow vom Platz

Beeindruckend setzte der ZFC im 1.Heimspiel der Saison seine Zielstellung um, die Scharte der 0:3-Niederlage bei Lok Leipzig wieder wett zu machen. Vor 558 Zuschauern, bei etwas verträglicheren Temperaturen, gelang den  Zipsendorfern mit konzentrierten Abschlüssen nach einem 0:0-Halbzeitstand noch ein klarer 4:0-Sieg, der den 6.Tabellenrang einbrachte. Dank der konzentrierten Mannschaftsleistung ist dieses Endergebnis auch in dieser Höhe völlig verdient. Manche dieser sehenswerten Aktionen hätten sogar noch einen höheren Heimsieg bringen können, denn der ZFC hatte nach zähem Beginn gegen die konterstarken Gäste das Geschehen auf dem Rasen völlig in der Hand. Auffälligster Akteur, den Trainer Heiko Weber besonders aus dem glänzenden ZFC-Team hervorhob war dabei Routinier M. Rudolph, der eindeutig das Mittelfeld beherrschte und seine sehr gute Leistung noch mit dem Führungstor zum 1:0 krönte.

In der ausgeglichenen Anfangsphase war der Respekt des ZFC vor den sehr starken Kontern der Rathenowern zu erkennen, die damit in ihrem Auftaktmatch gegen den FC Oberlausitz zu einem 4:1-Sieg kamen. Nachdem Keeper Rogall eine Unsicherheit zeigte, hatte der agile R. Yajima die Chance zur ZFC-Führung. Aber er konnte die Kugel nicht mehr über die Torlinie drücken, da der Torhüter im Nachfassen sicherte (9.). Die Folgezeit bis zur 30.Minute war von einigen wechselseitigen Torversuchen gekennzeichnet. Öczin traf den Ball beim Torversuch nicht richtig (11.), F. Stenzel wurde in guter Position noch leicht geblockt (13.); ein Albert-Freistoß verfehlte ebenso das Gehäuse (17.), wie auch ein konsequenter Torschuss von Baudis (19.) und bei einem Blitzkonter der Gäste verpasste der freistehende Wilcke eine Chance für Rathenow (21.). Die Angriffe der Heimelf wurden technisch viel sehenswerter aufgezogen und nach feinen Ballpassagen mit präziesen Zuspielen erlangten die Gastgeber zunehmend die Oberhand. Nach einem Sprint von R. Weinert entlang der Außenlinie zögerte A. Trübenbach nach dessen Eingabe zu lange, um in die optimale Schussposition zukommen, und wurde noch abgeblockt (22.). Bei 2 bis 3 aussichtsreichen Optik-Kontern war die ZFC-Defensive, an der sich alle beteiligten, stets im Bilde. Nach guter Albert-Eingabe zeigte Keeper Rogall erneut eine Unsicherheit bei hohen Bällen, aber L. Bürger köpfte dann einem Gegenspieler nur in den Rücken, sodass die Kugel nicht den Weg ins Optik-Tor fand (25.). Nach einem Freistoß des sehr jungen und tatendurstigen Zipsendorfers köpfte P. Le Beau zwar ins Rathenower Tor, aber dieser Treffer wurde wegen angeblichem Abseits nicht anerkannt (28.). Dann war der nicht gerade großgewachsene R. Yajima bei einem Kopfball doch etwas zu klein, um genügend Druck auf den Ball zu übertragen und blieb danach nochmals an der vielbeinigen Optik-Abwehr hängen (34.). Das gesamte ZFC-Team legte weiterhin einen Zahn zu. Nach Raithel-Flanke wurde S. Albert im letzten Moment geblockt (40.), fast hätte sich ein lang  geschlagener Ball von F. Raithel noch am langen Pfosten ins Optik-Tor gesenkt (41.). Da auch R. Weinert seine Großchance vergab,  – sein Kopfball ging sehr knapp über das rechte Toreck (44.). – ging es mit dem 0:0-Halbzeitstand in die Kabinen. Trotz der vergebenen Großchancen machten die guten Aktionen der Gastgeber einige Hoffnung auf den gewünschten Erfolg.

Völlig entschlossen wirkte das Auftreten des Weber-Teams nach der Halbzeitpause. P. Le Beau verfehlte wiederum knapp mit seinem Kopfball das Rathenower Tor (46.) und auf der Gegenseite lenkte T. Pachulski einen zentralen Freistoß von Top noch mit den Fingerspitzen um der rechten Pfosten (47.). Dann veredelte der bestens eingelaufene M. Rudolph eine Flanke von S. Albert als er von der Torraumlinie gekonnt per Kopf zum 1:0 einnetzte (53.) und die ZFC-Fans konnten endlich den verdienten Führungstreffer ihres Teams bejubeln. Wie aufgedreht ging es beim ZFC weiter, während das Kahlisch-Team, das sehr engagierte Optik-Urgestein feierte am Sonntag seinen 62. Geburtstag, immer mehr in die Defensive gedrängt wurde. Dann zog L. Bürger kurz entschlossen ab, verfehlte aber das Gästetor (55.), und der sehr umtriebige R. Yajima blieb an drei Gegenspielern hängen, übersah aber dabei zwei freistehende Mitspieler, die im Rücken der Gegnerabwehr auf sein Zuspiel lauerten (60.). Was der kleine Japaner dann allerdings vollbrachte, ist auf allen Fußball-Plätzen der Welt nicht so oft zu sehen. Als Torhüter Rogall einen zu lang geschlagenen Ball ganz ruhig aufnehmen konnte, die Kugel sich an der Strafraumgrenze selbst vorlegte, übersah er den listigen R. Yajima in seinem Rücken. Dieser umlief den überraschten Keeper, der den Ball im letzten Moment noch versuchte ins Mittelfeld zu befördern, die Kugel allerdings landete genau beim Gegner. F. Stenzel vollendete routiniert mit einem Heber aus 30 Meter ins verwaiste Optik-Tor zum 2:0 (62.) – ein sehr sehenswerter Treffer! Ein weiterer Schuss des einsatzstarken Japaners strich noch das Quergestänge des Gegnertores (69.), während Printemps mit verzweifeltem Distanzschuss einen Meter neben das ZFC-Tor traf (70.). Der ZFC spielte weiterhin äußerst konzentriert auf und kam durch den nimmermüden R. Yajima zu einem verdienten, weiteren Torerfolg. Er erzielte mit tiefem Kopfball aus acht Meter nach einer weiteren Eingabe der ZFC-Vorlagengeber das 3:0 (73.). Während die Gastgeber weiterhin sehr spielbestimmend agierten, konnte Leroy nur noch einmal ZFC-Keeper T. Pachulski mit straffem Distanzschuss herausfordern, aber der zentral stehende Torhüter reagierte sehr sicher (74.). Selbst bei diesem klaren Spielstand wirkten die tatendurstigen ZFC- Spieler immer noch sehr konzentriert und steigerten sich im Schlussabschnitt nochmals. Der Höhepunkt der Feldüberlegenheit gegenüber dem Aufsteiger war der vierte ZFC-Treffer – L. Bürger zirkelte den Ball genau auf den Kopf von M. Rudolph, aber der scheiterte am gut reagierenden Optik-Keeper Rogall, allerdings hämmerte N. Giannitsanis dann den Abpraller aus Nahdistanz unter den Balken zum 4:0 (83.). Der eingewechselte Grieche erzielte damit seinen ersten Pflichtspieltreffer beim ZFC in sehenswerter Form. Printemps gelang nur noch ein sehr schwacher Abschlussversuch (84.), aber er leistete sich vor dem Abpfiff von Schiedsrichter Alexander Sather (Grimma) noch mit rüdem Einsteigen den Gelben Karton wegen rotwürdigem Foul.

Mit allen ZFC-Fans feierte der „Ersatzmann" des erkrankten Stadionsprechers Hagen Krug einen hochverdienten ZFC-Sieg und auch der Sprecher-Einstieg von Enrico Rudolph in der Regionalliga verdiente alle Anerkennung.

Trainerstimmen:
Ingo Kahlisch, Rathenow „Wir freuen uns nach zwei Jahren wieder  in der Regionalliga zu sein. Mit unserer heutigen Leistung sind wir natürlich nicht zufrieden, wussten aber, dass es hier in Meuselwitz so kommen könnte. Nach dem ersten Spiel haben einige gedacht, wir sind reif für die 1.Bundesliga, heute aber war es lediglich nur Landesliga".
Heiko Weber, ZFC „Über unsere Niederlage der vorigen Woche haben wir uns mächtig geärgert und hatten nach dem Auftakt von Rathenow großen Respekt vor dieser Mannschaft. In der 1. Halbzeit hatten wir dank guter Flanken viele Chancen, die wir liegen gelassen haben. In der zweiten Hälfte steigerten wir uns, erzielten unglaublich schöne Tore mit erfolgreichen Abschlüssen. Mit M. Rudolph will ich aus einem ansonsten guten Team noch einen Spieler herausheben. Heute war es eine enorme Leistung der gesamten Mannschaft. Es macht uns Spaß mit dieser Mannschaft zu arbeiten."

   



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