Die Spielberichte der Männer Regionalliga Nordost


FC Viktoria 1889 Berlin vs. BFC Dynamo0 - 0
VSG Altglienicke vs. Hertha BSC II3 - 0
SV Lichtenberg 47 vs. FC Rot-Weiß Erfurt4 - 0
VfB Germania Halberstadt vs. 1. FC Lokomotive Leipzig 0 - 2
FSV Union Fürstenwalde vs. FC Energie Cottbus3 - 3
Bischofswerdaer FV 08 vs. VfB Auerbach2 - 1
SV Babelsberg 03 vs. FSV Optik Rathenow3 - 2
BSG Chemie Leipzig vs. ZFC Meuselwitz0 - 2
FSV Wacker 90 Nordhausen vs. Berliner AK 072 - 0


Männer Regionalliga Nordost

BSG Chemie Leipzig vs. ZFC Meuselwitz
0 : 2



Kampfspiel in Leutzsch vor großer Kulisse 2:0 gewonnen


Durch eine kämpferisch starke Leistung konnte unser ZFC am Samstag im altehrwürdigem Alfred-Kunze- Sportpark gegen die BSG Chemie Leipzig mit 2:0 gewinnen und somit wichtige Punkte für den Klassenerhalt sammeln.

Das Spiel begann mit einer Schweigeminute für den vor zehn Jahren verstorbenen Robert Enke, der an Depressionen litt und freiwillig aus dem Leben trat. Ein Ereignis das jedem zum Nachdenken anregen sollte.

Die ersten Minuten waren die Hausherren bissiger, ohne sich aber großartig Chancen zu erarbeiten. Unsere Mannschaft hatte offensiv da wenig entgegen zusetzten und man sah, bei den ca. 80 mitgereisten ZFC Anhängern, skeptische Gesichter.

Der „Rest" der 2.849 Zuschauer feuerte natürlich ihre Chemiker lautstark an, wollte man doch an die Erfolge der letzten Zeit anknüpfen. Doch wie aus dem NICHTS und mitten hinein in die grün-weiße Glückseligkeit faste sich unser Urgestein René Weinert ein Herz und zog aus ca. 25 Metern einfach mal ab. Ob er sich an sein Traumtor gegen Auerbach erinnerte oder einfach nur sah, dass der Chemie-Hüter etwas zu weit draußen war, sei dahingestellt. Auf jeden Fall senkte sich der Flatterball in der 15. Spielminute ins Leipziger Tor und Zipse führte 1:0. Es war wieder so ein Treffer der Kategorie: Tor der Woche!! Danach hielt unsere Mannschaft gut dagegen und lies Chemie kaum noch ins Spiel kommen. In der 41. Minute doch noch die Chance zum Ausgleich aber der Schuss von Tomas Petracek wurde von Ruben Aulig Klasse pariert. Kurz darauf folgte der wohl beste Angriff im Spiel. Andy Trübenbach erkämpfte den Ball an der Seitenlinie und schickte Denny Breitfelder vor bis zur Grundlinie. Dessen Flanke verwandelte der herangeeilte Andy Trübenbach dann selbst. Bei seinem Kopfball hatte der Leipziger Hüter keine Chance und so stand es in der 43. Minute 2:0 für unseren ZFC. Das war auch gleichzeitig der Pausenstand.

In der zweiten Halbzeit kam natürlich Chemie, während unsere Mannschaft mit Mann und Maus verteidigte. Jeder lief für den anderen mit und die zahlreichen Offensivbemühungen der Chemiker wurden immer wieder abgeblockt. Die Einwechslung von Max Keßler brachte zwar etwas neuen Wind, aber es fehlte den Leutzschern bei ihren Schüssen immer wieder an der Genauigkeit. Zwanzig Minuten vor Schluss entspannte sich die Lage für unseren ZFC und es ergaben sich sogar noch Chancen das dritte Tor zu machen, ein Kopfball von unserem Timo Mauer, der knapp übers Tor ging, sowie nach einer Ecke, als der Ball bis zum zweiten Pfosten durch kam und der zuvor eingewechselte Alexander Dartsch, leider knapp verzog. In der Nachspielzeit kamen die Hausherren doch noch zu einem Tor aber unser ehemaliger Spieler und jetziger Leutzscher Torjäger Tommy Kind stand im Moment seiner Kopfballablage im Abseits. So blieb es am Ende beim 2:0 Auswärtssieg unserer Mannschaft und die mitgereisten Fans konnten sich auf eine stimmungsvolle Heimfahrt freuen. Fazit: Unser ZFC kann doch noch gewinnen. Es waren ganz wichtige Punkte, denn es ist sehr eng im Tabellenkeller. Nun heißt es in den nächsten Spielen weiter Gas geben und an den Erfolg anknüpfen. Wichtig ist natürlich auch die Unterstützung der Fans. Es hat schon was wenn 80 Schlachtenbummler aus dem kleinen Meuselwitz anrücken.

Stimmen zum Spiel
Heiko Weber (ZFC): "Wir wussten, dass Chemie Leipzig eine kampfstarke Mannschaft hat, die schnell umschaltend. Diese Tugenden haben wir zuletzt vermissen lassen. Wir wussten, so geht es nicht weiter. Wir wussten, wir müssen hier den Hintern zusammenkneifen. Das Tor von Weinert hat geholfen. Gegen Nordhausen waren wir besser, haben aber keine Tore gemacht. Dann das Traumtor von Trübenbach, das er selbst vorbereitet. Richtige Torchancen gab es dann nur wenige. Jetzt können wir aufatmen. Bis zur Winterpause wollen wir noch vier, fünf Punkte holen. Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr wieder hier spielen.

Miroslav Jagatic (Chemie Leipzig): "Glückwunsch an Meuselwitz. Das erste Tor hat uns geärgert. Bis dahin haben sie uns das Spiel machen lassen, standen kompakt. Das zweite Tor hätten wir besser verteidigen müssen. In der ersten Halbzeit war es kein gutes Spiel, danach haben wir alles versucht. Mit dieser Leidenschaft wären in der ersten Hälfte die zwei Tore nicht gefallen. Wir waren aber auch nicht zwingend genug. Meuselwitz hat sich immer wieder in den Ball geschmissen. Jetzt sind wir alle geerdet. Der Schiedsrichter hat super gepfiffen. Für beide Mannschaften. Das Beste waren heute unsere Fans und auch der Unparteiische.



Statistik

Tore: 0:1 Weinert (15.), 0:2 Trübenbach (43.)


ZFC: Aulig – Moritz, Weiß, Strietzel, Raithel – Weinert (68. Dartsch), Ernst, Stenzel, Trübenbach – Mauer (85. Sahanek), Breitfelder (76. Rudolph)


BSG Chemie Leipzig: Bellot – Boltze, Karau, B. Schmidt, Wajer – F. Schmidt (59. Ibiševic), Wendschuch, Heinze, Cvijetkovic (59. Keßler) – Kind, Petráček (85. Felgenträger)


Zuschauer: 2.849


Schiedsrichter: Philipp Kutscher



Fotos




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