Die Spielberichte der E-Junioren Kreisoberliga


ZFC Meuselwitz vs. JFC Gera1 - 3
SG VfL 1990 Gera vs. SG ThSV Wünschendorf 9 - 0
SG SV Schmölln 1913 vs. Lusaner SC 19800 - 3
SG SV Lok Altenburg vs. SV Motor Altenburg 8 - 5


E-Junioren Kreisoberliga

ZFC Meuselwitz vs. JFC Gera
1 : 3



Unsere E1-Junioren begrüßten am Samstag, den 02.11.2019, den Staffelfavoriten JFC Gera auf der Glaserkuppe. Aufgrund der überraschenden Niederlage unserer Gäste im Laufe der Hinrunde gegen Gera Lusan und der andererseits weißen punktverlustfreien Weste der Gastgeber, erwarteten viele ein Duell auf Augenhöhe. Unter der Woche testeten wir gegen die D2-Junioren des ZFC, um uns an Tempo und Spielhärte zu gewöhnen. Alles war auf dem herrlichem Rasenplatz 2 auf der Glaserkuppe angerichtet und der Rahmen für ein Spitzenspiel geschaffen. Die bisherigen Ergebnisse unserer Kids wurden in den vergangenen Wochen jederzeit mit erhobenem Zeigefinger ausgewertet, denn oftmals konnte man insbesondere durch Einzelleistungen Erfolge verbuchen. Gerade in den Spielen, wo es "Spitz auf Knopf" zuging, bemängelte das Trainerteam immer wieder das fehlende Kombinationsspiel. Wiederum war die Arbeit gegen den Ball stets die Basis unseres Erfolges, was auch heute wieder eine zentrale Rolle spielen sollte, wollte man dem JFC Gera ein Bein stellen. Das Trainerteam forderte in der Ansprache vor allem Laufbereitschaft, Mut & Tempo in eigenem Ballbesitz und kollektive Abwehrarbeit aller Spieler auf dem Platz, wenn es hieß Bälle zu jagen.

Als Schiedsrichter Daniel Grimm zum Anstoß pfiff, schienen die Beine unserer Kids aber leider wie gelähmt. Die Hausherren (und -Dame) wirkten gehemmt, ängstlich und schläfrig. Man kann mutmaßen, ob einige Spieler etwas zu spät ins Bett gegangen waren, ob man das eben besprochene direkt wieder vergessen hatte oder ob die Angst vor dem Gegner einfach zu groß war. Die Gäste waren uns von Beginn an in fast allen Belangen überlegen, kombinierten sich fröhlich durch unsere Reihen und wirkten in jedem Zweikampf gedankenschneller, entschlossener und energischer. Der ZFC lief quasi dem Ball permanent hinterher und hatte man sich das Spielgerät doch einmal durch großen Einsatz erobert, folgte wenige Augenblicke später ein Ballverlust durch ein schlampiges Abspiel oder die falsche Entscheidung im 1:1-Duell. Wir hatten kaum Bewegung ohne Ball und somit war der Ballführende oftmals die ärmste S…. Nun ist Ballbesitz nicht immer der Schlüssel zum Erfolg, wenn man aber nach Ballgewinn kein Tempo aufnimmt, keine Tiefe im Spiel hat und durch schlechtes Positionsspiel auch keine Breite bietet, dann ist es eine Frage der Zeit, dass man den Gegner zu Chancen einlädt. Zur Halbzeit hieß es „nur" 0:2, weil der JFC teilweise nicht konsequent vor dem Tor agierte und unser Torhüter ein noch höheres Ergebnis etliche Male vereitelte.

Die Ansprache in der Halbzeit war geprägt von Enttäuschung. Nicht dass man gegen den JFC nicht hinten liegen dürfe, aber sich so gar nicht zu wehren und dem Gegner quasi kampflos Feld und Ball zu überlassen, das war so nicht zu erwarten. Mit dem Appell an die eigene Stärke und mit einem anderen Gesicht in Halbzeit zwei gehen zu wollen, stimmten sich alle nochmal ein. Leider blieb der gewünschte „aha"-Effekt erstmal noch aus. Die Gäste erspielten sich weiterhin Feldvorteile und kombinierten sich bis in den Strafraum immer wieder durch. Erst spät in der Partie und quasi mit dem Mute der Verzweiflung, besann man sich wieder an den „Matchplan" und spielte endlich etwas schnörkelloser und vor allem mit weniger Kontakten in die Spitze, woraus auch der Anschlusstreffer resultierte. Viel Zeit blieb zwar nicht mehr, aber ein Funken Hoffnung keimte dennoch auf. Wir setzten nun alles auf eine Karte und warfen alles nach vor, um eventuell doch noch den Ausgleich erzwingen zu können. Die Belohnung blieb aus und die Gäste erhöhten, durch den sich bietenden Raum, am Ende auf 1:3.

Unter dem Strich blieb das erhoffte Duell auf Augenhöhe leider aus. Dieses Spiel hatte nur einen Sieger verdient und nach Anzahl der Großchancen war das Ergebnis noch schmeichelhaft für die Gastgeber. Zwar ist es keine Schande gegen ein solches Team zu verlieren, aber wenn nicht die individuelle Klasse der Gäste, sondern die mannschaftliche Geschlossenheit dafür ausschlaggebend ist, tut das weh! Von all den guten Dingen der letzten Wochen, war heute leider nicht viel zu sehen und insbesondere eine disziplinierte Abwehrleistung Fehlanzeige. Ohne Laufbereitschaft geht es nun mal nicht im Fußball. Für uns heißt es nun dennoch Mund abputzen und weitermachen, denn ein Spiel steht im Kalenderjahr 2019 noch aus. Durch den Einzug in die nächste Pokalrunde könnten wir Selbstvertrauen tanken und eventuell ein weiteres Spiel gegen den JFC bekommen. Denn jeder sollte gewillt sein zu zeigen, dass wir definitiv mehr draufhaben, als es heute der Fall war! Nun verstehen hoffentlich auch die Letzten, dass die Trainingsqualität stets hochgehalten werden muss. Denn wie bereits vor Wochen angesprochen kommen Laufbereitschaft, Passqualität, Mut und Tempo nicht ebenso vorbeigeflogen.

Sport frei



Statistik

Tore: 0:1 Roth (19.), 0:2 Tiesler (22.), 1:2 Näther (43.), 1:3 Roth (47.)


ZFC: Jacob Triebe (1), Moritz Höfer (3), Anika Nitsch (6), Alexander Krumsdorf (5), Dean Müller (7), Maxim Näther (10), Milow Kalz (13), Jayden Werner (9)

Wechselspieler: Karl Flor(2), Noel Elsner (11)