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Männer Regionalliga Nordost

Chemnitzer FC vs. ZFC Meuselwitz
1 : 1

Aufstellung
Aufstellung
Mroß - Itter, Hoheneder, Velkov, Milde - Karsanidis (90.+1 Blum) - Garcia (66. Mauer), Langer, Müller (87. Hoppe), Grote - Frahn.
Kroner - Lubsch, Le Beau, Strietzel, Raithel - Rudolph - Yajima (90.+1 Watahiki), Stenzel, Albert (77. Weinert), Bürger (68. Trübenbach) - Dartsch
Auswechselbank
Auswechselbank
Jakubov, Blum, Gesien, Taag, Beyreuther, Mauer, Hoppe

Pachulski, Weinert, Trübenbach, Watahiki, Andreopoulos
Torschützen
Torschützen
1:0 Frahn (54.)
1:1 Rudolph (58.)
Zuschauer
2860
Schiedsrichter / Assistenten
Patrick Kluge / Frank Hildebrandt, Magnus-Thomas Müller

Bericht Jörg Wolf
ZFC holt beim CFC ein 1:1 mit sehr guter kämpferischer Leistung

Chemnitz. Mit einer tadellosen kämpferischen Leistung hat sich Fußball-Regionalligist ZFC Meuselwitz am Sonnabend beim neuen Meister Chemnitzer FC einen Punkt erkämpft. Beim 1:1 im schmucken Stadion An der Gellertstraße erzielte vor der für die himmelblauen Gastgebern registrierten Negativkulisse von „nur" 2860 Zuschauern Routinier Michael Rudolph den Ausgleich für die Gäste, kurz nachdem Daniel Frahn mit seinem 21. Saisontreffer die Chemnitzer in Führung gebracht hatte (55.). Dass für Chemnitzer Verhältnisse nur so wenig Zuschauer das Spiel verfolgten, hatte einen triftigen Grund. Aufgrund der zurückliegenden Vorkommnisse, als der Verein und die Zuschauer im Spiel gegen Altglienicke einem an Krebs verstorbenen bekannten Neonazi offen gedachten, hatte der Nordostdeutsche Fußballverband im Spiel gegen den ZFC die Fantribüne voll für Zuschauer gesperrt.

Zum Spiel: Die Hausherren wollten vom Anpfiff weg zeigen, wer Herr im Hause ist. Aber die Meuselwitzer standen erneut sehr gut in der eigenen Abwehr und saugten alle Vorstöße beizeiten weg. Und sie hatten schon in der sechsten Minute den ersten richtigen Hochkaräter. Fabian Raithel zog aus 18 Metern trocken ab, aber CFC-Keeper Joshua Mroß konnte das Leder noch aus der unteren rechten Ecke fingern. Aber Meuselwitz blieb am Drücker. So präsentierte sich auch Ex-CFCler Fabian Stenzel sehr offensiv, als er kurze Zeit später in den Strafraum der Gastgeber eindrang, und aus spitzem Winkel versuchte zu vollenden. Da war aber kein Problem für Mroß.

Die Hausherren hatten hingegen erst in der elften Minute ihre erste klare Gelegenheit durch einen Freistoß aus rund 20 Metern, den aber Paul Milde zu unplatziert trat. Keine Probleme für ZFC-Keeper Chris Kroner.
Es bleib auch im weiteren Verlauf bei dieser munteren Partie, in der sich beide Teams nichts schenkten. Als dann zudem ab der 29. Minute der Regen auch noch Schnee überging, verschlechterten sich auch die Platzbedingungen. Das torlose Remis hatte bis zur Halbzeit Bestand.

Der zweite Teil erlebte dann einen doch entschlosseneren Tabellenführer, der die Meuselwitzer berannte. So konnte Keeper Kroner in der 48. Minute einen Schuss von Kostadin Velkow gerade noch mit dem Fuß abwehren. In der 55. Minute war der ZFC-Hüter allerdings machtlos: Kapitän Dennis Grote passte auf Sturmtank Daniel Frahn, der von der Strafraumgrenze entschlossen abzog und zum 1:0 für den CFC traf. Es spricht aber für den ZFC, dass sich das Team von diesem Rückstand keine Sekunde kirre machen ließ, sondern weiter die eigenen Chancen suchte. Weshalb sich das Team nur vier Minuten später auch belohnte. Routinier Michael Rudolph brachte einen trockenen Flachschuss im linken unteren Eck unter und es stand 1:1.

Jetzt drückten die Chemnitzer wütend und wollten die erneute Führung. So scheiterten beispielsweise Velkow kurz vor Schluss. Aber auch der jetzt mehr auf Konter ausgerichtete ZFC hätte den Sieg einfahren können. Denn der erst kurz zuvor eingewechselte Andy Trübenbach hatte bereits in der 81. Minute das 2:1 auf dem Fuß, scheiterte aber aus Nahdistanz am Keeper. Letztendlich blieb es beim leistungsgerechten Remis. Der Punkt ist wertvoll für beide Teams: Den Chemnitzern sichert er endgültig die Meisterschaft und der ZFC dürfte nun bar jeglicher Abstiegssorgen sein.
ZFC-Trainer Heiko Weber war mit der Leistung seines Teams rundum zufrieden: „Meine Mannschaft hat nicht gemauert, sondern selber gut mitgespielt und nur wenig zugelassen. Wir wollten Chemnitz sicher feiern lassen, aber nicht verlieren. Beides hat geklappt. In diesem schönen Stadion hätten wir gern wieder gespielt. Aber Chemnitz war einfach zu gut für diese Liga."

David Bergner: „Wir wollten gewinnen, waren aber vor allem in der ersten Halbzeit nicht zielstrebig genug. Nach unserer Führung haben wir einige Schritte zu wenig gemacht, was umgehend und folgerichtig mit dem Ausgleich bestraft wurde. Jetzt sind wir aber über den Spatz in der Hand froh und die Jungs können so richtig feiern", meinte er nach der obligatorischen Bierdusche.


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