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Köstritzer-Landespokal

FSV Wacker Nordhausen vs. ZFC Meuselwitz
2 : 1

Aufstellung
Aufstellung
Glinker, Heidinger (76.Beil), Blume, Stauffer, Scholl, Pichinot, Müller, Kammlott (90.Genausch), Göbel, Ucar (70.Kores), Löhmannsröben

Aulig, Strietzel, Bürger, Lubsch, Stenzel, Dartsch, Raithel, Sahanek, Rudolph, Breitfelder, Mauer (74.Trübenbach)
Auswechselbank
Auswechselbank
Guderitz, Esdorf, Becker, Haritonov, Genausch, Kores, Beil

Hoffmann, Moritz, Ernst, Trübenbach, Reinhard
Torschützen
Torschützen
1:1 (51.) Müller
2:1 (76.) Löhmannsröben

0:1 (48.) Dartsch
Zuschauer
696
Schiedsrichter / Assistenten
Daniel Barnitzki / Richard Lorenz, Julian Göpfert

Fotos

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Fotos: ZFC


Bericht Frieder Wittmann
Wacker Nordhausen – ZFC Meuselwitz 2:1 (0:0)

In einem umkämpften Pokalspiel vor 698 Zuschauern in Nordhausens Albert-Kuntz-Sportpark setzten sich die Gastgeber mit 2:1 gegen den ZFC durch. Nachdem die offensivausgerichteten Zipsendorfer in der 1. Halbzeit die gewohnt starke Leistung boten, aber trotz dicker Chancen ohne Treffer blieben, zeigten sich die Gastgeber in der 2. Spielhälfte verbessert. In der Schlussphase verpassten die Gäste den möglichen Ausgleich, da wiederum große Chancen nicht genutzt werden konnten.

Von Beginn an entwickelte sich eine sehr sehenswerte Pokalpartie. Zuerst prüfte Kammlott ZFC-Keeper R. Aulig (4.), der ja vor dieser Saison aus Nordhausen zum ZFC gewechselt war, und dann schlossen A. Dartsch (6.) und D. Breitfelder (8)., letzter Neuzugang des ZFC, nach gefälligen Kombinationen ab. Der ZFC stand, wie in der gesamten 1.Hälfte, in der Defensive sehr gut und forderte mit konzentriertem, ballsicherem Spiel die Gastgeber, die ihrerseits so manchen Fehlpass spielten bzw. nur sporadisch bis zum gegnerischen Strafraum vorstoßen konnten. Ein erster überraschender Distanzschuss des starken L. Bürger strich nur wenig über den Wacker-Balken (12.). Die größte Wacker-Chance gegen eine kompaktstehende ZFC-Abwehr ergab sich, als zuerst R. Aulig einen guten Heidinger-Schuss parierte und danach ein Blume-Kopfball von P. Sahanek auf der Torlinie geklärt werden konnte (22.). Nach toller ZFC-Kombination stand D. Breitfelder knapp im Abseits und A. Dartsch rutschte nur haarscharf an einer Mauer-Eingabe vorbei (25.). Heidinger schoss volley drüber (29.) und Wacker offenbarte auch so manches Problem im Spielaufbau. Nun wurde die Partie im Offensivbereich munterer – zuerst klärte R. Aulig gegen Ucar (37.), dann fanden die Bälle von P. Sahanek (42.) und D. Breitfelder (43.) bei ihren guten Aktionen nicht den Weg ins gegnerische Tor, wie auch der Stauffer-Abschluss nur in die Arme des ZFC-Keepers flog (45.).
Die 2.Spielhälfte brachte kurz nach dem Wiederanpfiff die Führung für den ZFC – eine Bürger-Ecke köpfte D. Breitfelder in den Rücken von Kammlott und A. Dartsch verwertete den abspringenden Ball per Kopf zum 0:1 (48.). Doch dieses Ergebnis sollte nicht lange Bestand haben. Als ein Ucar-Geschoss noch von R. Aulig gehalten werden konnte, lenkte ausgerechnet der Ex-Meuselwitzer Felix Müller die Kugel neben den linken Pfosten zum 1:1 flach ins Netz (51.). Die Gastgeber versuchten sofort nachzulegen und traten in ihrer Offensive viel energischer in Erscheinung. R. Aulig konnte einen Kammlott-Schlenzer (57.) und einen Scholl-Freistoß (68.) gerade noch über den Balken lenken. Auch M. Rudolph, der Löhmannsröben die Kugel abluchste und anschließend sofort abzog, hatte die erneute ZFC-Führung auf dem Fuß, aber er verfehlte knapp das Glinker-Gehäuse (70.). Meuselwitz biss sich weiter in dieses Kampfspiel, während Wacker- Trainer Heiko Scholz zwei Mal auswechselte, da der Schwung beim Gastgeber etwas raus war. Dann erhielt Wacker einen unberechtigten Eckstoß, den Scholl lang auf Kammlott schlug. Dieser köpfte zurück in den Fünfer und aus Nahdistanz lenkte Löhmannsröben per Kopf den Ball zum 2:1 ins Netz (76.). Die gesamte ZFC-Abwehr nebst Torhüter R. Aulig wurde dabei etwas überrascht. Nach einer Unterbrechung von mehreren Minuten, Keeper R. Aulig hatte sich verletzt, verfehlten zuerst Scholl (85.) und dann noch Pichinot (86.) das Gästetor nur knapp. Auch der ZFC hatte noch weitere Möglichkeiten auszugleichen – zuerst lenkte Glinker stark einen Breitfelder-Kopfball noch an den Balken (89.) und dann reagierte er riesenstark per Reflex mit einer Hand, als A. Trübenbach freistehend aus fünf Meter versuchte einzunetzen (91.). Nach dem Abpfiff von Schiri Daniel Bartnitzki (Erfurt) musste sich der ZFC trotz einer starken Leistung zeitig aus dem Pokalgeschehen 2019/20 verabschieden.

Trainerstimmen:
Heiko Weber, ZFC „Wir haben das gespielt, was wir können. Wir konnten in vielen Phasen lange mithalten, hatten selbst vier, fünf Großchancen. Knackpunkt war, dass wir drei Minuten nach der Führung den Ausgleich bekamen. Die Torhüter haben heute das Spiel entschieden. Mit unserem Gesamtauftritt bin ich zufrieden. Was wir heute schlecht machten, machen wir in den Punktspielen besser."
Heiko Scholz, Nordhausen „Wir haben ein Katstrophenspiel in der ersten Halbzeit abgeliefert, waren zu behäbig, zu langsam. Wenn man auf so vielen Positionen wechselt, ist das aber kein Wunder. Zum Glück machten wir gleich das 1:1. Wir haben heute kein gutes Spiel gemacht, aber das ist eben der Pokal. Wir sind glücklich, dass wir einen Mitfavoriten im Pokal geschlagen haben. Morgen fragt keiner, wie wir gewonnen haben."




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